Alle Präsentationen lassen sich in nur vier Arten von Stories einteilen: 

Der Bericht

Du willst Dein Publikum auf den neuesten Stand bringen?

Mit einem Bericht erweckst Du die Daten zum Leben und änderst den Informationsstand des Publikums.

Ein guter Bericht liefert die Fakten und stellt diese anschaulich und einprägsam dar. 

In folgenden Situationen ist diese Art der Präsentation geeignet:

  • Team Statusbericht
  • Projektstatusbericht
  • Finanz- und Controllingbericht

Fazit: Der Bericht erweckt die Daten zum Leben und informiert uns darüber.

Die Erklärung

Du willst Deinem Publikum etwas Neues beibringen?

Die erklärende Präsentation zeigt, wie etwas gemacht wird. Mit einer Erklärung veränderst Du das Wissen oder die Fähigkeiten des Publikums.

Eine gute Erklärung hebt das Publikum leicht und spielerisch auf das nächste Wissenslevel.

In folgenden Situationen ist diese Art der Präsentation geeignet:

  • Kochrezepte
  • Benutzerhandbuch
  • Produktanleitung
  • Jede Art von Schulung und Training

Fazit: Die Erklärung zeigt uns, wie wir etwas machen sollen und vermittelt Wissen.

Der Pitch

Du willst mit Deiner Präsentation eine Problemlösung aufzeigen?

Ein guter Pitch liefert dem Publikum eine Lösung für ein bestehendes Problem. Im besten Fall wird diese Lösung als unverzichtbar beim Publikum wahrgenommen. 

Der Pitch bringt die Lösung anhand einer klaren und leicht verständlichen Botschaft auf den Punkt. 

In folgenden Situationen ist diese Art der Präsentation geeignet:

  • Verkaufsslogan
  • Botschaft bei der Produkteinführung
  • Stellenausschreibung

Fazit: Der Pitch löst durch eine klare und überzeugende Botschaft eine Verhaltensänderung (z.B. Kaufentscheidung) beim Publikum aus.

Das Drama

Du willst Glaubenssätze ändern?

Dann musst Du eine dramatische, fesselnde und überzeugende Geschichte erzählen.

Bei Datenpräsentationen entscheidet immer der Komplexitätsgrad des Sachverhalts und die Auswirkung der Entscheidung darüber, ob eine Story in Form eines Dramas notwendig ist oder nicht.

Wenn die Daten etwas zeigen, das unangenehm, störend, unerwartet, komplex oder kostspielig ist, ist das ein Zeichen dafür, die Daten mit einer dramatischen Geschichte zu vermitteln. Nur dadurch steigt die Chance, das Publikum von den Fakten zu überzeugen.

Wenn die Daten jedoch etwas Angenehmes zeigen, was bedeutet, dass das Publikum bereits dazu neigt, dem Ergebnis zuzustimmen, ist es nicht notwendig die Präsentation der Daten in eine dramatische Geschichte zu verpacken.

Notwendigkeit von Storytelling mit Drama

Abbildung 1: Eine dramatische Geschichte ist notwendig, bei komplexen Sachverhalt welcher schwer zu verstehen ist und wenn die Auswirkungen der Entscheidung hoch sind.

Fazit: Nur eine dramatische Geschichte ermöglicht die Veränderung unserer Werte und Glaubenssätze

FAZIT

Jede dieser vier Arten von Stories ist verschieden, sie haben aber alle zwei Dinge gemeinsam:

  1. Sie haben einen Anfang und ein Ende.
  2. Der Endpunkt liegt immer höher als der Anfangspunkt, d.h. entlang der Erzählung findet immer eine Veränderung statt. Wie weit diese Veränderung geht – von der reinen Information bis hin zu einer Änderung der Glaubenssätze – hängt eben von der Art der Story bzw. Präsentation ab.
Veränderung nach Story-Kategorie

Abbildung 2: Stattfindende Veränderung nach Art der Story

Damit Du die richtige Art der Story auswählen kannst, brauchst Du Dir nur die folgende Frage zu stellen:

Wie sollte sich das Verhalten des Publikums verändert haben, nachdem die Präsentation vorbei ist?

Nachdem Du diese Frage klar beantwortet hast, weißt Du, welche Art der Story für Deine Präsentation geeignet ist.

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